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Wie ist die Lage in SALEM-Uganda?

23.07.2021

Wie in vielen afrikanischen Staaten zeigte die Infektionskurve auch in Uganda bis vor kurzem steil nach oben. Die Regierung hat daher neue Einschränkungen verhängt: Seit dem 18. Juni ist Uganda im Lockdown, der vorerst auf 42 Tage befristet ist. Nach dem ersten, sehr harten Lockdown gelang es, die Corona-Infektionszahlen sehr stark nach unten zu drücken und das Leben lief fast wieder normal ab. Jedoch kam die dritte Welle Anfang Juni sehr schnell und mit voller Wucht. Auch SALEM wurde davon betroffen, fast 40 Pflegeschülerinnen erkrankten, weitere Mitarbeiter ebenfalls - manche leicht, andere schwerer.

Unser SALEM-Gesundheitszentrum unterstützt die Menschen im Rahmen seiner Möglichkeiten, führt auch Antigen-Tests durch (soweit vorhanden), ist aber kein Corona-Behandlungszentrum, sondern muss die Kranken nach Mbale weiterschicken. Da der Platz dort aber auch beschränkt ist, bleiben die meisten lieber zu Hause. Einige Schwerkranke können glücklicherweise durch SALEM mit Sauerstoff versorgt werden.

SALEM-Uganda hat im Moment durch eine Spende genügend Corona-Tests zur Verfügung, auch FFP2-Masken und med. Masken sind vorhanden. Schutzkleidung wird in der SALEM-Schneiderei selbst hergestellt, wie man auf dem Foto sehen kann. Die Impfbereitschaft stieg zwar in letzter Zeit immens, leider ist im Moment aber noch nicht ausreichend Impfstoff vorhanden.

Die Schulen waren von März 2020 bis Mitte Oktober für alle Kinder geschlossen. Erst dann wurde für die Examensklassen und anschließend nach und nach für die tieferen Klassen geöffnet. Klasse 1 - 3 sollte im Juni erstmals wieder zur Schule gehen. Nun ist aber wieder Homeschooling angesagt. In SALEM werden alle Kinder im Kinderdorf in Kleingruppen unterrichtet, um den Anschluss an den Schulstoff zu behalten.

Zur Zeit sieht es so aus, als würden die Coronazahlen wieder zurückgehen, es kann aber sein, dass der Lockdown nochmals bis 14. August verlängert wird. Leider sind die Auswirkungen verheerend. Die Armut ist überall greifbar und wird immer größer.

WIr hoffen und beten, dass wir alle möglichst glimpflich durch die Pandemie kommen und unterstützen SALEM-Uganda, wo immer es geht. Für Ihre Mithilfe danken wir von Herzen!

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