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Aus dem Nähkästchen geplaudert

19.07.2022

Als Projektleiter Jonas Lange kürzlich bei einem Deutschlandaufenthalt auch die SALEM-Zentrale in Stadtsteinach besuchte, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und ihm ein paar Fragen über seine Arbeit in SALEM-Ecuador gestellt. Herausgekommen ist ein Interview mit Einblicken in seine Arbeit und Ausblicken in die Zukunft des Projekts.

Erzähl uns doch bitte von einem Erlebnis in SALEM-Ecuador, das Dich besonders beeindruckt hat

Im April 2020, in den ersten Tagen des Lockdowns, waren wir noch dabei, uns selbst zu orientieren, als schon die ersten Leute aus der Dorfgemeinschaft kamen und helfen wollten. In den darauffolgenden Wochen entstand unter unserem Dach ein eindrucksvolles Programm humanitärer Hilfe. Durch die Covid-Maßnahmen waren fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten zum Erliegen gekommen und bei vielen Menschen wurde das Essen knapp. Innerhalb weniger Tage umfasste das SALEM-Ehrenamtsteam 20 Menschen die Lebensmittel in Großgebinden einkauften, Rationen berechneten, Lebensmittelkisten packten, Listen mit Bedürftigen erstellten, Verteilungspläne ausarbeiteten, Spenden sammelten und Berichte schrieben. Diese Unterstützung und der Rückhalt in der Bevölkerung hält bis heute an und erlaubt uns, viel mehr zu erreichen.

Was macht Dir bei Deiner Arbeit am meisten Freude und was ist vielleicht eher frustrierend?

Die Arbeit in einem diversen und engagierten Team ist großartig. Die tolle Zusammenarbeit aller Arbeitsbereiche ist die Basis jeglicher Unterstützung, die wir für Kindern und Familien leisten können. Das motiviert ungemein.
Natürlich ist es manchmal auch nicht einfach, alle und alles unter einen Hut zu bringen. Besonders frustrierend ist es, dass sich unsere Ansprüche manchmal nicht mit der Realität decken lassen, da die personellen und finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichen.

Warum sollten junge Menschen einen Freiwilligendienst bei SALEM-Ecuador machen?

Der Freiwilligendienst ist ja in erster Linie ein „Lernprogramm“ bei dem die Freiwilligen neue Erfahrungen machen, lernen im Team zu arbeiten, ihre Sprach- und Menschenkenntnisse verbessern, etc. Natürlich bringen sie auch etwas mit: neue Perspektiven, Kenntnisse, Energie. Wer diesen Austausch sucht und keine Angst vor gelegentlichen Herausforderungen hat, ist bei uns gut aufgehoben. Gemeinsam mit unseren Entsendeorganisationen in Deutschland und Österreich sorgen wir für eine intensive Vorbereitung und Begleitung damit der Einsatz von Anfang bis Ende gelingt.

Was unterscheidet die SALEM-Arbeit von anderen Organisationen, die in der Gegend tätig sind?

SALEM-Ecuador hat vor über 20 Jahren ganz klein angefangen und ist seitdem kontinuierlich gewachsen, hat sich an neue Situationen angepasst und nie den Blick auf das Wesentliche verloren, nämlich benachteiligen Menschen zur Seite zu stehen. Das haben wir nicht zuletzt auch einer stabilen Finanzierung durch unsere Spender zu verdanken.

Diese Kontinuität und Zuverlässigkeit sind wichtig für die Region, in der staatliche und private Organisationen kommen und gehen und nicht immer etwas Langfristiges und Durchdachtes zurückbleibt.

Wenn Du einen Wunsch für das Projekt frei hättest, was würdest Du Dir wünschen?

Ich möchte, dass das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum auch weiterhin auf festen Beinen steht. Dass die finanzielle Ausstattung den Bedarf an professioneller sozialer Unterstützung deckt und unsere Gebäude den Anforderungen gemäß modernisiert oder neu gebaut werden können.
Die Menschen, die sich mit vollem Engagement dafür einsetzen werden, haben wir bereits. Unsere neue Generation von Fach- und Führungskräften, die sich zu einem großen Teil aus ehemaligen SALEM-Kindern rekrutiert, steht schon in den Startlöchern.

Warum sollte man SALEM unterstützen?

Seit der Gründung vor 65 Jahren geht SALEM neue Wege und betrachtet die Situation der Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln. Gesundheit, Ernährung, Umwelt, wirtschaftliche Faktoren - alles spielt zusammen. Es reicht uns z. B. nicht, die Kinder und Jugendlichen nur schulisch zu unterstützen, sondern wir möchten den Dingen auf den Grund gehen und eventuell auch schon Probleme innerhalb der Familie oder auch der Gesellschaft angehen.
Als mittelgroße Organisation können wir zwar nicht mit Zahlen von hunderttausenden betreuten Menschen aufwarten, aber dafür können wir hochqualitative Hilfe für die leisten, die wir erreichen und dabei ein Beispiel für andere sein. Unsere Größe erlaubt eine effiziente Verwaltung mit kurzen Entscheidungswegen aber ausreichend Ressourcen für transparentes und professionelles Arbeiten.

Lieber Jonas, vielen Dank für die Zeit, die Du uns geschenkt hast und Deine ausführlichen Antworten. Wenn Sie unser SALEM-Projekt in Ecuador unterstützen möchten, können Sie hier online spenden. Ein herzlicher Dank an alle, die dies schon seit Jahren tun und ohne die unsere Arbeit in dieser Form gar nicht möglich wäre.

SALEM-Spendenkonto

SALEM-Stiftung
VR Bank Oberfranken Mitte
BIC GENODEF1KU1
IBAN DE10 7719 0000 1000 2557 77

Für Überweisungen aus der Schweiz oder Österreich lesen Sie bitte hier weiter.

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