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Eine saubere Sache in SALEM-Ecuador
16.07.2025
Die ecuadorianische Kleinstadt Mindo, wo sich unser Kinder- und Jugendzentrum befindet, hat keine funktionierende Abwasseraufberereitung. SALEM ist zwar, wie fast das gesamte Dorf, an eine Abwasserleitung angeschlossen, aber Misswirtschaft, Ignoranz und fehlende finanzielle Mittel haben die städtische Kläranlage unbrauchbar gemacht. Es geht nun alles ungeklärt in den Fluss. Eine Uni aus Quito hat bei einer Überprüfung festgestellt, dass die mikrobiologische Belastung so hoch ist, dass man im und um das Städtchen herum nicht mehr in den Flüssen baden gehen sollte.
Mit dem Bau unseres neuen Jugendhauses „Maloka“ waren wir uns mit den Geldgebern sehr schnell einig, dass wir hierhingehend etwas verbessern müssen. Mit dem Neubau wurde der erste Teil einer ökologischen Abwasseraufbereitung für ganz SALEM mitfinanziert: Ein großer Wurmkompost-Filter (Vermi-Filter) an den das gesamte Abwassersystem von SALEM (Toiletten, Küche, etc.) angeschlossen wird. Die Aktivität der Kompostwürmer gemeinsam mit nützlichen Mikroorganismen zersetzen organisches Material und Pathogene.
Mit diesem Filter wird nun bereits das Schwarzwasser zweier Gebäude in Grauwasser umgewandelt. Nun fehlt noch der Anschluss der anderen beiden Gebäude und die Anlage der zweiten Klärstufe, einer Pflanzenkläranlage. Dort werden dann auch noch die überschüssigen Nährstoffe aus dem Grauwasser gefiltert. Der Platz ist schon reserviert, es fehlt aber noch an der Finanzierung und den fleißigen Händen.
Kosten:
- Anschluss des großen Rundhauses und des Büros und des Therapieraums: 1.000 €
- Anlage der Pflanzenkläranlage mit anschließendem Teich und Anschluss ans Abwassersystem: 1.500 €
Spenden für SALEM-Ecuador können Sie hier.







