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Hilfe für SALEM-Ecuador in der Corona-Krise

29.03.2020

COVID-19 in Ecuador

Wie überall auf der Welt breitet sich das Sars-CoV-2 Virus auch in Ecuador aus (derzeit mehr als 30.000 dokumentierte Infektionen). Mit einem unterfinanzierten Gesundheitssystem ist die Gefahr, dass das Land die schweren Krankheitsfälle nicht mehr angemessen behandeln kann, natürlich viel größer als in Deutschland.

Da sich auch nach Ausrufung des gesundheitlichen Notstands die freiwillige Selbstisolation der Bevölkerung in einigen Landesteilen nicht durchgesetzt hat, setzt die Regierung auf immer strengere Maßnahmen: Alle Geschäfte - außer Lebensmittelläden, Apotheken und Banken - sind geschlossen, Schulen und Behörden natürlich auch. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht mehr. Fast niemand kann mehr zur Arbeit gehen. Desweiteren wurde eine landesweite tägliche Ausgangssperre von 14:00 bis 5:00 Uhr angeordnet.

Nahrungsmittel-Nothilfe

Was uns derzeit am meisten Sorgen bereitet, ist die wirtschaftliche und soziale Situation der Familien. Keine Arbeit bedeutet kein Einkommen. In unserem Landkreis leben 70% der Menschen unter der Armutsgrenze.

Innerhalb weniger Tage hatten viele Familien nichts mehr zu essen. Vor einer Woche haben wir deshalb begonnen, ein Nothilfe-Programm aufzubauen und Grundnahrungsmittel an bedürftige Familien zu verteilen. Zum Glück haben wir hilfsbereite Menschen im Dorf, die sich mit uns an dem Projekt beteiligten: Lebensmittelspenden besorgten, zum Supermarkt in die Stadt fuhren, beim Verteilen halfen usw. Bisher konnten wir über 500 Familien unterstützen, aber unsere Liste ist lang und wird jeden Tag länger. Wenn Sie uns helfen möchten, spenden Sie bitte für unsere Lebensmittel-Nothilfe.

Herzlichen Dank!

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