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Vier Jahre prächtige Entwicklung!

06.09.2019

Ein Rückblick und Erfahrungsbericht von Julia Altrogge – ehemalige Projektleiterin von SALEM-Ecuador.

"Im Rahmen der Begleitung der Tugende Begegnungsreise 2019 hatte ich im Juli Gelegenheit, SALEM-Ecuador zu besuchen. Es war ein schönes Wiedersehen mit MitarbeiterInnen, Jugendlichen, Kindern und Eltern. Es ist dem Team großartig gelungen, für die BesucherInnen eine gemütliche Atmosphäre und Einblicke in das kleine Wunder SALEM-Ecuador zu schaffen!

Vier Jahre nach unserem Abschied konnte ich diesmal noch deutlicher als 2017 sehen, wie prächtig sich das Projekt entwickelt! Die Implementierung der Montessori-Pädagogik wurde 2014 durch die Einladung der Fachfrau und heutigen pädagogischen Leiterin Sulema Lita begonnen und auf Kurs gebracht.

Respekt und Wertschätzung sind hier gelebte Werte!

Heute spürt man die Philosophie der „vorbereiteten Umgebung“ und des wertschätzenden Umgangs miteinander. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen ihre zwei Stunden Lernzeit annehmen und in die Räume gehen. Die stille, aktive Teilnahme der Kinder an einer Achtsamkeitsübung als Ankommensritual wäre zu meiner Zeit noch schwer realisierbar gewesen. Auch der Umgangston und das Verhalten im freien Spiel am Grundstück lassen erkennen, dass Respekt und Wertschätzung hier gelebte Werte sind. Die älteren Kinder sind den neuen Mitgliedern zugleich Vorbild und Korrektiv. Einige sind schon junge Erwachsene und zeigen den Jugendlichen, wohin die Wege führen können.

Durch das herausragende Engagement des Leitungsteams von SALEM-Ecuador ist es zusätzlich gelungen, die Einrichtung im Dorf und auch darüber hinaus zu vernetzen. Bereits 2013 begann eine neue Form der Zusammenarbeit mit dem ecuadorianischen Sozialministerium, die heute dazu geführt hat, dass eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin in SALEM-Ecuador mitarbeiten. Die Eröffnung einer öffentlichen Bücherei im kleinen Dorf Mindo diesen Sommer wäre ohne SALEM undenkbar gewesen.

Musikunterricht führt zu wertvollen Erlebnissen, die den Selbstwert und das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken.

2014 konnte erstmals Musikunterricht angeboten werden. Heute wird dieses Angebot – je nach finanzieller Möglichkeit – weiter ausgebaut. Auf jeden Fall hat es die Musikgruppe „Pacha Malta“ hervorgebracht, welche ebenfalls mit der Dorfgemeinschaft stark vernetzt ist. Diese Freizeitbeschäftigung führt zu wertvollen Erlebnissen, die den Selbstwert und das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken.

Zu wissen, dass man ein wertvoller Mensch ist, liebenswert und mit einem unabdingbarem Recht auf Achtung und Respekt, das erfahren die Kinder in SALEM-Ecuador.

Jede kleine Spende kann für die Kinder und Familien, die wir unterstützen, einen großen Unterschied bedeuten! Eine regelmäßige monatliche Spende an unser Patenschafts-Programm hilft uns dabei, eine effektive und nachhaltige Unterstützung zu leisten."

Bericht von Julia Altrogge, ehemalige Projektleiterin von SALEM-Ecuador

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