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Wasser ist Leben - Eigenes Wasser bedeutet Unabhängigkeit

22.07.2019

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, warum Sie schon so lange nichts mehr aus unserem Projekt in Togo gehört haben.

Man vergisst oft, welches Glück eine Organisation bzw. Unternehmen hat, wenn es engagierte und loyale Mitarbeiter gefunden hat. Nach ein paar Schwierigkeiten Anfang des Jahres können wir mit unserem Stamm-Team, das seit vielen Jahren für und mit SALEM arbeitet, wieder neu durchstarten. Es wird mit viel Einsatz, Know how, Freude und Frieden gewirkt und unsere Projektbeauftragte Agnes Ziegelmayer, die kürzlich vor Ort war, berichtet, dass dort eine tolle Stimmung herrscht.

Weiterhin schreibt Sie uns:

Im Februar war ich während der Trockenzeit in Bassar. Es musste sehr viel gegossen werden, damit die Pflanzen gedeihen können. Während der großen Trockenheit mussten pro Monat 150.000 CFA (umgerechnet 227 €) für Wasser gezahlt werden. Hat man einen eigenen Brunnen auf seinem Gelände, hat man das Wasser natürlich kostenlos.

Da müssen wir doch etwas unternehmen – sind Sie dabei? Wir haben kalkuliert, dass wir für die Brunnenbohrung, Einfassung, Verlegung der Rohre, Sicherung der Anlage und den Lohn für die Arbeiter ca. 3.500,00 € benötigen. Wenn Sie möchten, können Sie hier für SALEM-Togo spenden.

Noch einige gute Nachrichten aus unserem Projekt:

Die Mitarbeiter haben Samen von bedrohten Spezies gesammelt und eine neue kleine Baumschule beim Haus angelegt, u.a. mit Samen vom Guajakbaum und Kaya senegalensis.  Die Kakaobäumchen haben sich inzwischen erholt, sind bereit zum Verkauf und auch für eine eigene Pflanzung. Es gibt immer mehr Kunden, die große Mengen kaufen.

Es gibt eine sehr gute Ernte von Artemisia annua, das ist auch meine Pflanze beim Schutz gegen Malaria. Der Tee wird abgepackt als Behandlungsdosis für eine Woche (35 g) und auch in größeren Mengen verkauft. Die Malariarate ist im ganzen Land immer noch hoch. Wir konnten uns jetzt in der Regenzeit an manchen Tagen kaum vor Moskitos retten. Da ist konsequenter Schutz und gute Therapie wichtig.

Die Arbeit von SALEM Togo zieht weiter Kreise, wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Es gibt aktuell mehrere kleinere Projekte in der Umgebung:

  • Eines davon sind Ateliers für Schüler in einem Gymnasium nördlich von Bassar. Sie haben gelernt, Tippy Taps herzustellen, das ist eine einfache Konstruktion zum Händewaschen, die mit wenig Wasser auskommt. Das ist enorm wichtig um die hygienische Situation in den Schulen zu verbessern. Gbati als Deutschlehrer hat gute Kontakte zu dem Kollegium, er berät sie nicht nur im pädagogischen Bereich, es hat auch schon Fortbildungen für Schüler und Lehrer zu Anbau und Anwendung von Arteimisia annua gegeben.
  • Es gibt eine fruchtbare Zusammenarbeit zu einigen Professoren von der Universität in Lomé. In Bassar werden Pflanzen der Universität ausgesät, um herauszufinden, ob und wie sie in der trockenen Zone im Norden gedeihen. Im Gegenzug unterstützen sie Gbati mit ihrem Wissen und geben ihm verdiente Anerkennung.

Ich habe große Hochachtung vor Gbati und seinen Getreuen, wie sie unter den nicht einfachen klimatischen und politischen Bedingungen im Land ihre Arbeit mit Freude weitermachen. Die Stimmung bei SALEM-Togo ist einfach gut und friedlich!

Agnes Ziegelmayer, Projektbeauftragte SALEM-Togo

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