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Eine starke Frau aus SALEM-Uganda

12.03.2019

Betterplace.org hat anlässlich des Weltfrauentages zu einem Fotowettbewerb zum Thema "Starke Frauen" aufgerufen. Unsere freiwillige Mitarbeiterin Maria hatte die Idee, Sarah aus unserem SALEM-Dorf in Uganda dafür zu porträtieren. Wir fanden das so "stark", dass wir Ihnen die Geschichte dieser außergewöhnlichen jungen Frau nicht vorenthalten wollten. Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass Sarah den Wettbewerb gewinnt und wir ein Preisgeld für das Projekt erhalten, klicken Sie bitte auf diesen Link und geben Sie dem Beitrag ein "Gefällt mir".

Name, Alter und Wohnort der portraitierten Frau/des portraitierten Mädchens?

Sarah, 17 Jahre alt, wohnt im Kinderheim der Salem Brotherhood nahe Mbale, Uganda

Wo und wie ist sie dir begegnet?

Ich arbeite für 6 Monate als Freiwillige in der Salem Brotherhood Uganda und Sarah ist mir hier als ein ‚Kind’ des Kinderheims begegnet.

Warum ist sie ein Vorbild für dich?

Sarah ist für mich ein Vorbild aufgrund ihrer Lebensfreude und Kraft. Sie und vier ihrer Geschwister besitzen eine Dysmelie, eine in diesem Fall erbliche Fehlbildung der Arme. Als Sarah drei Jahre alt war, verließ der Vater die Familie und Sarahs Mutter war kaum mehr in der Lage, ihre 8 Kinder zu ernähren, geschweige denn, ihnen eine Schulausbildung zu ermöglichen. Drei Schwestern, eine davon Sarah, wurden daraufhin von der Gemeinschaft Salem Brotherhood im Kinderheim aufgenommen und durften dort aufwachsen. Dort wurden sie liebevoll versorgt, konnten zur Schule gehen und waren in die Gemeinschaft eingebunden. Sarah ist zu einer starken, unabhängigen und klugen jungen Frau geworden, die sich durch ihre Behinderung in keinster Weise einschränken lässt. Sarah sagt: ‚Gott gestaltet die Menschen und liebt sie so, wie er sie gestaltet. Gott hat mir vielleicht keine langen Arme gegeben, aber ich bin ihm dankbar, dass er mir Hände gegeben hat, mit denen kann ich alles machen, was ich machen möchte.‘ Und so ist es – Sarah ist motorisch sehr begabt und wirft ihren Stein zielgerecht und mit großer Kraft in den Mangobaum und holt die reifen Mangos herunter. Und diese teilt sie dann mit den anderen Kindern, denn Sarah zeichnet auch eine hohe soziale Kompetenz aus. Wenn sie um 17:00 Uhr aus der Schule heimkommt, hilft sie in der Küche, füttert und tränkt die Hühner, bringt die kleineren Kinder des Kinderheims ins Bett und kümmert sich, wenn diese nachts ihre Decken aus den Betten gestrampelt haben.

Was wünscht du ihr für ihre Zukunft?

Sarah möchte in der Zukunft gerne Krankenschwester werden. Sie interessiert sich für Naturwissenschaften und Mathematik, kümmert sich gerne um Menschen und möchte unabhängig sein. Mit dem Geld, das sie verdient, möchte sie ihre restliche Familie unterstützen, die im Dorf immer noch unter ärmsten Bedingungen lebt. Allerdings weiß Sarah bisher nicht, wie sie die Schwesternschule finanzieren soll und es könnte sein, dass ihr dieser Weg verwehrt bleibt und sie ohne Ausbildung versuchen muss, schnell eine Arbeit zu finden um ihre Mutter und ihre Geschwister zu unterstützen, auch wenn diese Arbeit eventuell körperlich sehr hart ist und weit unter ihren intellektuellen Fähigkeiten liegt. Das wäre sehr schade, wenn diese junge starke Frau nicht den Weg ihrer Wahl gehen könnte und deshalb wünsche ich ihr, dass sie die Möglichkeit bekommt, ihre Träume Realität werden zu lassen.

Maria Kröger, Salem Brotherhood Uganda

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