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Drei Engel für SALEM

19.02.2019

Nicht umsonst werden unsere Freiwilligen in SALEM-Ecuador „Engel“ genannt, denn sie leisten den Kindern und der Gemeinde von Mindo einen ganz besonderen und wertvollen Dienst.

Der Freiwilligendienst in SALEM-Ecuador hat mittlerweile eine lange Tradition: Schon seit 2002 kommen jedes Jahr drei Freiwillige aus Österreich und Deutschland nach Mindo, um zwölf Monate lang hier im Projekt zu leben und zu arbeiten.

Die Deutschen werden im Zusammenhang mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“ vom Welthaus Bielefeld entsandt; die Österreicher oft als Alternative zum Wehrdienst vom Internationalen Freiwilligeneinsatz.

In diesem Jahr handelt es sich bei den Freiwilligen um drei junge Frauen: Sarah (links im Bild), Rebecca (Mitte) und Luzia (rechts). Die drei leben zusammen im Projekt, arbeiten mit den Kindern und übernehmen viele weitere Aufgaben. Um sich Ihnen vorzustellen, beantworteten die drei einige Fragen zum Freiwilligendienst hier in SALEM.

1.) Wie kamst du auf die Idee, hier in Ecuador als Freiwillige im Projekt SALEM zu arbeiten? 

Luzia:  Schon lange war mir klar, dass ich nach dem Abi ins Ausland möchte. Allerdings war es mir wichtig etwas sinnvolles zu tun und richtig in eine Kultur einzutauchen. So entschied ich mich für ein Weltwärts-Jahr. Als mir der Projektplatz in SALEM in Mindo vorgeschlagen wurde, freute ich mich, da das Projekt super zu mir passt.

Rebecca: Ich habe mich bei verschiedenen Organisationen für einen Freiwilligendienst in Mittel- oder Südamerika beworben. Als mir das Projekt vorgeschlagen wurde, hat es mir sofort zugesprochen, da die Werte von SALEM mit meinen übereinstimmen. Ich bin überglücklich, dass ich nun hier arbeiten darf!

Es ist ein sinnvolles Projekt, das mit viel Liebe und Leidenschaft geleitet wird.

2.) Wie würdest du SALEM in einem Satz beschreiben?

Luzia: SALEM ist eine kleine Oase für die Kinder, da sie hier in Frieden, Freiheit und Harmonie mit sich selbst, den Mitmenschen und der Umwelt leben, aus Neugier lernen und großartige Projekte und Ausflüge unternehmen.


Sarah: SALEM ist mehr als eine Nachmittagsbetreuung für Kinder und Jugendliche, die diese nicht nur auf klassischer, schulisch bildender Ebene unterstützt, sondern ihnen auch neue Thematiken und Werte durch ein vielseitiges Programm näher bringt. Außerdem werden die Eltern eng mit einbezogen, um bei der Bewältigung von Problemen innerhalb der Familie zu unterstützen.

3.) Worin besteht deine Arbeit in SALEM?

Luzia: Ich arbeite hauptsächlich mit den kleinsten Kindern. An den Vormittagen bereite ich den Raum und das Nachmittagsprogramm vor oder schreibe Artikel für die SALEM-Website.  Die Arbeit mit den Kindern macht mir super viel Spaß.

Rebecca: Mein Arbeitstag beginnt damit, dass ich meinen Gruppenraum und den Außenbereich sowie Spiele und Materialien vorbereite und an Weiterbildungen teilnehme. Außerdem gibt es regelmäßige Team- und Tagesbesprechungen, um sich auszutauschen und kommende Aktivitäten zu planen.  Danach betreue ich die Kinder beim Hausaufgaben machen. Später habe ich entweder Gesangs- oder Gitarrenunterricht mit den Kindern und Jugendlichen.

Sarah: Der Alltag in SALEM beginnt für mich mit Putzen und Herrichten von Materialien oder Spielen, die ich am Nachmittag mit den Kindern machen werde.
Nachmittags befinde ich mich in einer flexiblen Gruppe, in der sich die Kinder befinden, die gerade aus den verschiedensten Gründen nicht in ihren eigentlichen Gruppen bleiben können. Abgesehen vom alltäglichem Programm, werden auch immer wieder Ausflüge oder andere Besonderheiten geboten.

4.) Was gefällt dir am meisten am Projekt? 

Luzia: Mir gefällt, dass ich einerseits klare Aufgaben habe und weiß, wo ich gebraucht werde, andererseits aber auch frei meine eigenen Interessen einbringen kann.  Außerdem bin ich mit der ganzen Philosophie und Pädagogik zu 100% einverstanden und kann mich stark mit dem Projekt identifizieren.

Rebecca:

Man hat die Freiheit seine eigenen Talente in SALEM einzusetzen.

Sarah: Ich liebe es so stark in das Team eingebunden zu sein.

Uns Freiwilligen wird sehr viel Verantwortung übertragen.

5.) Was nimmst du für dich persönlich aus diesem Jahr mit?

Luzia: Da dies meine erste Erfahrung des alleinigen Lebens ohne Eltern, und obendrauf im Ausland ist, merke ich, wie sich ganz viel in mir verändert. Besonders die Selbstständigkeit wächst immer mehr.

Rebecca: Die Freundschaft zu Luzia und Sarah wird mich auf jeden Fall noch lange begleiten. Des Weiteren werde ich die einfachen Dinge des Lebens in Deutschland mehr wertschätzen.

Sarah: Ich nehme einen ganzen Koffer voller neuer Erfahrungen, Erkenntnisse, Wissen und Freunde mit nach Hause.

Falls Sie nun, nachdem sie unsere drei Freiwilligen kennengelernt haben, auch selbst neugierig sind und Interesse an einem Freiwilligendienst hier in Salem, Mindo, gewonnen haben, finden Sie hier weitere Informationen.

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