SALEM startet in Nordbayern Hilfsangebot für Menschen mit psychischer Erkrankung
22.12.2009Psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. SALEM reagiert und startet in Nordbayern das “Betreute Einzelwohnen”. Die individuell zugeschnittene Unterstützung erfolgt im bestehenden Wohnumfeld.
„Wie sieht es mit dem Hilfsangebot für Menschen mit psychischer Erkrankung bei uns in der Region aus? Wie kann man Menschen konkret unterstützen?“ Mit diesen und weiteren Fragen haben sich Samuel Müller und Heiko Weiß, beide SALEM-Geschäftsführer in Stadtsteinach, intensiv beschäftigt.
Mehrere Gespräche mit den relevanten Fachleuten vor Ort haben gezeigt, dass in der Region ein hoher Hilfebedarf bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung besteht.
Jetzt ist es soweit: Das eingereichte Konzept überzeugte die Bezirksregierung von Oberfranken, die inzwischen die erforderliche Genehmigung erteilt hat. Damit ist der Weg frei für ein neues Angebot im Bereich Soziales bei SALEM: Betreutes Einzelwohnen.
Die Hilfe kommt zu den Menschen
Betreutes Einzelwohnen bietet Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder mit einer Doppeldiagnose konkrete Unterstützung bei der Alltagsbewältigung. Es handelt sich dabei um eine aufsuchende Hilfe, das heißt die betreuten Personen werden zuhause aufgesucht und bei den individuell anstehenden Herausforderungen des Alltags unterstützt. Die Ziele des Betreuten Einzelwohnens sind eine Verbesserung der Lebensqualität und ein möglichst hohes Maß an Selbstbestimmung der Betroffenen.
Erfahrenes Team
Mit einem erfahrenen Team stellt SALEM die hohe Qualität des Hilfsangebots sicher: Andrea Keil, Diplom-Sozialpädagogin (FH) und Diplom-Pädagogin, sammelte Erfahrungen mit psychisch erkrankten Menschen in einer stationären Einrichtung in Bamberg. Der Diplom-Sozialpädagoge (FH) Wolfgang Sommerer bringt zehn Jahre Berufserfahrung bei einem niedergelassenen Psychiater mit und kennt sich mit den entsprechenden Krankheitsbildern, Medikationen und deren Wirkungen bestens aus.
„Die ‚Chemie’ zwischen der zu betreuenden und der begleitenden Person muss stimmen“, so Wolfgang Sommerer. „Beim Übertreten der Türschwelle zur Wohnung überschreiten wir eine Grenze. Damit muss man achtsam und respektvoll umgehen“, sagt Andrea Keil. Gleichzeitig ermöglicht die Unterstützung in der vertrauten und gewohnten Umgebung den Betroffenen die Nutzung ihrer Ressourcen vor Ort und die gezielte Unterstützung bei der Realisierung ihrer Ziele.
Positive Rückmeldungen
Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Psychotherapeuten zeigt bisher zwei Tendenzen: Die Rückmeldungen der Mediziner auf das neue Hilfsangebot sind fast durchweg positiv. Zugleich hat sich gezeigt, dass teilweise noch zusätzlicher Informationsbedarf besteht.
Weitere Informationen zum neuen SALEM-Hilfsangebot finden Sie unter Projekte.
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