Verheerender Erdrutsch in Uganda - bitte helfen Sie den vergessenen Kindern!
23.04.2010Nicht weit vom SALEM-Dorf Uganda bei Mbale, nur etwa 20 Kilometer Luftlinie entfernt, geschah am Abend des 1. März 2010 in der Region des Mount Elgon im Osten von Uganda ein furchtbares Unglück: Es löste sich eine riesige Lawine aus Schlamm, Erde und Geröll und begrub auf einer Breite von 200 Metern ein ganzes Dorf unter sich. Die Wucht riss alles nieder und bedeckte es mit acht Metern Schlamm.
Seit Tagen hatte es immer wieder sehr stark geregnet, die Hänge der Bududa-Region am Mount Elgon waren aufgeweicht. Als Kinder abends zurück aus der Schule kamen, wurde der Regen so heftig, dass sie Unterschlupf in einer lokalen Markthalle suchten. Kurze Zeit später wurde dieses Zentrum von der Wucht der Erdmassen verschüttet. Kinder, Kranke und Krankenschwestern kamen ums Leben. Insgesamt starben an diesem Abend 350 Menschen, davon 100 Kinder. „Everything was swept away“, berichtete der Bischof, der aus dieser Region kommt, sichtlich bewegt in seinem Englisch: Alles wurde mitgerissen.
Der Erdrutsch hinterließ auf einer Länge von fast einem Kilometer zerstörtes Land, 10.000 Menschen werden seitdem in zwei Lagern notdürftig versorgt. Zudem hat sich am Sonntag, den 18.04.2010 ein weiterer Erdrutsch in der Region Bushika ereignet. Glücklicherweise gab es keine Toten, jedoch wurden erneut 120 Familien obdachlos.
Während nun Bagger und Bulldozer die Erdmassen zusammenschieben, bleibt etwas, was auch jetzt, nach Wochen, noch ungelöst ist: Kinder, die ihre Eltern suchen.
Entweder sind diese irgendwo in den Lagern untergekommen oder, was anzunehmen ist, tot. Der Bischof schluckt. Dann fragt er: „Who are the forgotten ones?“ Auf Deutsch: „Wer sind die Vergessenen?“ – „Die Kinder!“
SALEM hilft!
Das SALEM-Dorf Uganda ist in der Region Mbale seit 30 Jahren fest verwurzelt. Unsere Mitarbeiter vom SALEM-Kinderdorf haben viel Erfahrung. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort können wir in drei Bereichen helfen:
- Mitarbeiter von SALEM-Uganda kümmern sich um die Kinder und versuchen, Eltern und Verwandte ausfindig zu machen. Wir werden Kindern helfen, die Not leiden, und für sie einen sicheren Platz suchen – der auch SALEM sein kann. Ziel soll sein, Kinder in ihrem Familiengefüge zu halten und der Familie zu helfen, dass das Kind nicht zum Waisenkind wird. Was anfällt, sind Kosten für Benzin, Transport, Lebensmittel und Erstversorgung, anschließend Betreuung der Familien mit dem Allernötigsten.
- Die beiden Schulen aus dem Dorf Nametsi wurden komplett zerstört. SALEM wird sich dafür einsetzen, dass die Kinder bald wieder eine Schule haben. Unsere Mitarbeiter werden mit den betroffenen Familien sprechen. SALEM wird sich bemühen, Geld für ein neues Schulgebäude aufzubringen und in Absprache mit der Bevölkerung vor Ort bald mit dem Bau beginnen.
- Was muss getan werden, damit so etwas nie wieder passiert?
„Hätte es genug Bäume gegeben, wäre das nicht passiert!“ sagt der Bischof. SALEM hat eine eigene Baumschule und viel Erfahrung mit der Wiederaufforstung (siehe hierzu unsere Bildergalerie). Um aber Bäume groß werden zu lassen, muss das mit Umweltbildung einhergehen. Die Menschen müssen selbst „ihre“ Bäume pflanzen, pflegen und schützen. Das geht nur, wenn sie auf lange Zeit dabei begleitet und unterstützt werden. Das Pflanzen von Fruchtbäumen kann zudem zur wertvollen Versorgung werden.
Das alles kann gut, erfolgreich und zukunftsweisend geschehen, wenn wir schnelle finanzielle Unterstützung bekommen, denn wir wollen, ja müssen den Menschen helfen.
Ihre Hilfe können wir TAT-kräftig umsetzen. Herzlichen Dank!
Spendenkonto:
SALEM International gemeinnützige GmbH
Konto-Nummer: 255 777 – BLZ 771 900 00 bei der Kulmbacher Bank
Verwendungszweck: „Erdrutsch SALEM-Uganda“
oder gleich online hier.
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