3:1 für SALEM-Togo! Bundesministerium ist von Baumschule überzeugt
07.06.2010Welch eine Freude! SALEM konnte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von den Plänen für eine Baumschule in Togo überzeugen und erhält dafür eine Förderung von 35.000 Euro. Damit sind drei Viertel der Kosten finanziert, fehlt nur noch der Rest, knapp 12.000 Euro. Das ist viel Geld für den Einzelnen, aber gemeinsam schaffen wir das!
Das geplante Projekt ist ein Vorbild für die ganze Region Bassar in Togo. Schon heute ist SALEM durch seine Praxisseminare zu natürlicher Medizin und nachhaltiger Forstwirtschaft weit bekannt. In einer kleinen Baumschule (500 m²) ist bereits ein umfangreiches Gehölzsortiment herangewachsen.
Die Akzeptanz in der örtlichen Bevölkerung ist so groß, dass die Dorfgemeinschaft Baghan mit seinen etwa 7.000 Einwohnern nun 30 Hektar Gemeindewald zur Verfügung stellt. Dort will SALEM-Togo nun eine öffentliche Forstbaumschule und ein Seminarhaus anlegen. Denn damit können viele Wurzeln der Armut gleichzeitig ausgerissen werden.
In Togo wurde zwischen 1990 und 2005, innerhalb von nur 15 Jahren, die Hälfte des Waldes gerodet. Wir halten dagegen!
Statt etwa aus dem Karitébaum die für ihn tödliche Holzkohle zu machen, können die Menschen aus seiner Nuss besser Sheabutter herstellen und verkaufen. Der Beifuß lindert mit seinem Artemisinin Malarialeiden. Und ein Wald, der nicht verkohlt oder für Landwirtschaft gerodet wird, bietet langfristige Vorteile für die gesamte Gemeinschaft. Deshalb kommen die Menschen schon jetzt so oft zu Projekt-Leiter Gbati Nikabou und fragen nach ökologischer Forst- und Landwirtschaft. Weil sie sich auszahlt.
Die Fotos zeigen: Satte, grüne Landschaften lassen einem nicht nur das Herz aufgehen, sondern sind auch die Lebensgrundlage aller Menschen. Schauen Sie genau hin, es sind zwei Vorher-Nachher-Vergleiche dabei, zwischen denen lediglich sechs Jahre liegen.
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