26.09.2009Gottfried Johannes Müller
Der Gründer von SALEM
10.04.1914 – 26.09.2009

Frieden mit Gott

Gottfried Müller, am Karfreitag 1914 geboren, wurde von seinen bibeltreuen Eltern Gott geweiht. Schicksalhaft erfüllte er in ungebrochener und unerschütterlicher Glaubensfestigkeit diese “Konfirmation”: Gottes Frieden nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch die Tat in die Welt zu bringen.

Sein Charisma und seine Gottesfürchtigkeit verliehen ihm die Stärke als Vorausdenker seiner Zeit. Er sah das Weltgeschehen weit voraus. Er war ein Mann des Handelns. Er begann bei sich selbst mit als not-wendig erkannten Änderungen und gab seine Erkenntnisse in zahllosen Vorträgen und seiner SALEM-Zeitung weiter. Als schwäbisches Urgestein, für viele unbequem und vermeintlich gegen den Zeitgeist stehend, ertrug er alle Anfeindungen. Er zeigte Größe, indem er seine “Gegner” mit in die Fürbitte nahm, selbst bei den übelsten Verleumdungen schlug er nicht zurück. Er lehrte uns, an den Gegnern das Friedenstiften zu üben und seelisch zu wachsen: “Beten wir für sie, damit sie die Wahrheit erkennen lernen und Frieden erfahren!”

Sein Herz öffnete er, gemäß dem Gebot der christlichen Nächstenliebe, allen Menschen in Not und in erster Linie den Kindern, weil nur sie die Zukunftsträger sind, und zwar ohne Ansehen von Völkerzugehörigkeit, Glauben und Kultur. Gottfried Müllers SALEM-Kinderdörfer und internationale Hilfsprojekte geben heute Zeugnis davon. Seine Liebe zu Israel veranlasste ihn, sich besonders dort für den Frieden mit einzusetzen. Nicht zuletzt galt sein Friedensstreben der Bewahrung der Schöpfung sowie dem Schutz der Tier-Brüder.

Jetzt ging Gottfried Müller uns voraus ins Licht Gottes, in die Ewigkeit. Sein Vermächtnis ist unsere Aufgabe – mutig eine neue, bessere Zeit zu gestalten.

Manfred Olszewski und Gerhard Lipfert,
langjährige Weggefährten von Gottfried Müller und SALEM



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